How did I miss that one — don’t miss the nextHowDidIMissThat.com

2.073 kommende Events

← Events · Podgorica · Hamburg

Plakat: MÄRCHEN – Feierabendkonzert in der 424

Musik

MÄRCHEN – Feierabendkonzert in der 424

  • Musik
  • Classical

Beginn 18:00 · Ende 19:00

Halle 424
Stockmeyerstraße 43, Hamburg

ab 18 €

Diese Seite teilen

Kennst du jemanden, den das interessiert?

WhatsApp (öffnet in einem neuen Tab) E-Mail

Jeden Donnerstag die besten Shows des Wochenendes in Hamburg, per E-Mail. Newsletter abonnieren

Feierabendkonzert im Oberhafen

Carl Reinecke setzte sich mit über 80 Jahren noch einmal an den Schreibtisch: Sein spätes Trio B-Dur op. 274 für Klarinette, Horn und Klavier erzählt ein Märchen, ohne Worte zu brauchen.

Sonja Jünemann, Klarinette
César Cabañero Martínez, Horn
Franck-Thomas Link, Klavier
Carl Reinecke,
Trio B-Dur op. 274
Allegro
Ein Märchen. Andante
Scherzo. Allegro
Finale. Allegro moderato

Das Trio B-Dur op. 274 ist eines der letzten Werke des 1824 geborenen, 1910 verstorbenen Carl Reinecke. Es entstand 1905 in Leipzig, wo Reinecke über Jahrzehnte als Gewandhauskapellmeister und Konservatoriumsdirektor die konservative Instanz des Musiklebens verkörperte. Das Trio zeigt entsprechend einen spätromantischen, deutlich postbrahmsschen Tonfall: klar gegliederte Formen, dichte motivische Arbeit, kein avantgardistischer Zug, eher die Summe einer Komponistenexistenz, die dem 19. Jahrhundert bis zuletzt die Treue hielt. Ein Alterswerk im besten, unprätentiösen Sinn.

Der Kopfsatz eröffnet ungewöhnlich: das Horn stellt, ganz allein, entschlossen und fast triumphierend, den ersten Teil des Hauptthemas vor, ehe die Klarinette eintritt und die Stimmung ins Zögernde kippt. Die Durchführung gerät ausgesprochen dramatisch, das Klavier übernimmt dabei eine fast orchestrale Rolle. Der folgende Satz trägt einen erzählerischen Titel und reiht sich damit in jene programmatische Klangwelt ein, die Reinecke zeitlebens begleitete, man denke an die Undine-Sonate. Es folgt ein rhythmisch-muskulöser Satz mit zwei Trioteilen, in dem das Horn nahezu durchgehend die Führung behält: im ersten Trio mit einer langen, lyrischen Solopassage, im zweiten kontrastiert von einem weichen Thema, das Klarinette und Klavier gemeinsam tragen. Im Finale schließlich zeigt sich eine harmonische und chromatische Kühnheit, die zeitgenössische Kritik, nicht unwidersprochen, sogar über Brahms hinausweisen sah: ein Beleg dafür, wie sehr Reinecke bis ins hohe Alter kompositorisch beweglich blieb.

Reinecke behandelt das Horn ungewöhnlich eigenständig, als gleichberechtigten Partner der Klarinette, nicht als Farbzugabe, sondern als zweite melodieführende Stimme, besonders exponiert im langsamen Satz.

HowDidIMissThat.com ist ein unabhängiger Veranstaltungskalender und organisiert diese Veranstaltung nicht.

Bleib auf dem Laufenden

Bleib auf dem Laufenden

Der Wochenend-Newsletter

Jeden Donnerstag die besten Shows des kommenden Wochenendes in deiner Stadt, in einer einzigen E-Mail. Kostenlos und mit einem Klick abbestellbar.

Deine E-Mail-Adresse wird nur für diesen Newsletter verwendet. Datenschutz

Folge uns auf Facebook

Die Shows, die wir entdecken, direkt in deinem Feed.

Von Facebook wird nichts geladen, bevor du klickst.